Sollen wir ein Haus kaufen oder ein Haus bauen?

 

Update am 4.2.2019

Inzwischen sind fast zwei Jahre vergangen, seit wir begonnen haben unseren Hausbau zu planen. Zwei Jahre in denen wir unser Haus geplant, gebaut und schließlich auch bezogen haben. Inzwischen wohnen wir nämlich bereits seit über drei Monaten in unserem Traumhaus. Wir sind super glücklich darüber und genießen es jeden Tag. Ja, es ist wirklich so, es vergeht eigentlich kein Tag an dem nicht mindestens einer von uns sagt, wie schön es hier ist oder wie froh man über bestimmte Annehmlichkeiten ist.

Auch wir haben uns vor unserer konkreten Hausplanung die Entscheidung nicht leicht gemacht, ob wir eine Bestandsimmobilie kaufen und umbauen sollen oder ob wir lieber von Grund auf selber planen und ein neues Haus bauen möchten. Alles hat Vor- und Nachteile, im Nachhinein sind wir jedoch sehr froh ein neues Haus geplant und gebaut zu haben. Wir merken schon sehr, dass unser Haus exakt auf unsere Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmt ist.

Was wir an unserer Hausplanung am meisten genießen:

  • unsere Kochinsel und unsere direkt an die Küche anschließende Speisekammer mit Kühlschränken und Vorratsregalen. Direkt daneben geht es auch in den ebenfalls offenen Abstellraum, in dem ebenso Vorräte, aber auch Küchengeräte, Tupperschüsseln, Backutensilien etc. lagern.
  • Unser Badezimmer mit T-Wand, hinter der die Walk-In Dusche und die Toilette versteckt sind.
  • Der direkte Zugang von der Garage ins Haus.
  • Der Ausblick von unserer Kochinsel-Bartheke über die Stadt

bar, kochinsel, rundbogen küche kopie

1.4.2017 – Sollen wir ein neues Haus bauen oder kaufen wir eine Bestandsimmobilie?

Ein Eigenheim – das war schon immer unser Traum und unser festes Ziel. Die Entscheidung ein Haus zu bauen hingegen haben wir uns wirklich nicht leicht gemacht. Warum eigentlich nicht? Wir sind beide sehr sicherheitsorientierte Menschen und wissen einfach gerne womit wir es zu tun haben, sowohl finanziell als auch organisatorisch. Ein Haus zu bauen birgt natürlich ein gewisses finanzielles Risiko und frisst selbstverständlich viel Zeit. Eine Bestandsimmobilie zu kaufen hingegen kostet einen Festpreis und ist im besten Fall sofort beziehbar. Es sei denn man muss das Haus, das man kaufen möchte, sanieren oder renovieren – da wären wir dann allerdings wieder bei den Risiken, die ähnlich zum Bau eines Hauses sind.

Sicherlich gibt es sowohl für den Kauf einer Bestandsimmobilie , als auch für den Neubau eines Hauses einen Haufen Vor- und Nachteile!

Wir haben vor unserer Entscheidung ein Haus zu bauen eine Pro- und Kontraliste angefertigt, die ich euch natürlich nicht vorenthalten moechte:

Bestandsimmobilie kaufen – Vorteile:

  • Man weiß optisch genau was man bekommt und kann sich das Haus, das man kaufen möchte, vorher angucken und sich genau vorstellen wie man seine Möbel stellen möchte
  • Die Kosten sind besser kalkulierbar, es sei denn man muss noch vieles sanieren/renovieren. In diesem Fall sollte eine sorgfältige Planung und Kostenschätzung vorgenommen werden.
  • Die Außenanlagen sind bereits angelegt und sofort nutzbar.
  • Der Einzugstermin ist sofort planbar.
  • Die Immobilie ist u.U. sofort verfügbar.

Bestandsimmobilie kaufen – Nachteile:

  • Man weiß zwar optisch was man bekommt, kann aber nicht mitentscheiden. Änderungen müssen nachträglich eingebracht werden, aber Vorsicht – nicht jede Änderung ist bautechnisch auch umsetzbar. Hier sollte ein Statiker und ein Architekt hinzugezogen werden.
  • Was sich hinter dem Mauerwerk verbirgt (Dämmung, Elektrik, Schallschutz) ist nicht sichtbar und nicht zu beeinflussen. Ein Gutachter kann sicher einiges aufdecken, aber sicherlich nicht jedes Manko. Aber Vorsicht: in eigenen Gegenden sind schöne Häuser zum Kaufen Mangelware und heiß begehrt. In solchen Lagen haben die Verkäufer eines Hauses die freie Auswahl und haben es manchmal schlichtweg nicht nötig, sich „mit Interessenten und einem Gutachter“ rumschlagen zu müssen. Hört sich komisch an, habe ich aber leider schon mehrfach in meinem Bekanntenkreis erlebt.
  • Veränderungen sind möglich, aber nur in dem Rahmen, den die Bestandsimmobilie hergibt.
  • Wichtig ist auch bei einer Bestandsimmobilie, den Bebauungsplan zu beachten. Nicht immer sind die gewünschten Änderungen laut Bebauungsplan zugelassen. Auf der anderen Seite sollte aber unbedingt überprüft werden, ob der damalige Bauherr alle Vorschriften aus dem Bebauungsplan eingehalten hat. Wie heißt es so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Haus bauen – Vorteile:

  • Man kann von Anfang an alles selber entscheiden.
  • Der Grundriss kann exakt so geplant werden, wie man ihn für seine Möbel und sein Wohlbefinden am Besten benötigt.
  • Das Haus bekommt eine ganz persönliche Note und trägt ausschließlich die Handschrift der Bauherren. Der Individualität sind keine Grenzen gesetzt. Höchstens aus finanzieller Sicht ;-).
  • Bei Einzug ist alles neu und es dauert in der Regel 5-10 Jahre bis wieder Geld für Erneuerungen oder Reparaturen ins Haus gesteckt werden muss.
  • Wenn man in einem Neubaugebiet baut, muss sich die Nachbarschaft erst gegenseitig kennenlernen. Alle sitzen im gleichen Boot und haben ein Interesse daran sich gegenseitig kennenzulernen.
  • Häufig wohnen in Neubaugebieten viele Familien mit Kindern. Dadurch ist das gegenseitige Verständnis für Kinderlärm in der Regel größer und man schließt schneller neue Bekannt- und vielleicht sogar Freundschaften.

Haus bauen – Nachteile:

  • Die Planung kann nur fiktiv erfolgen. Man benötigt viel Vorstellungsvermögen bei der Planung.
  • Planung, Grundriss etc. erfordern viel Zeitaufwand, ganz zu schweigen vom Bau an sich.
  • Große Möbel müssen exakt vermessen und der Grundriss drumherum entworfen werden. Fehler können verheerend sein. Auch die Höhen von Betten oder Schränken unter Fenster müssen unbedingt beachtet werden.
  • Bis man ins neue Haus ziehen kann dauert es von der Planung bis zum Einzug viele Monate! In der Regel muss man von 12-18 Monaten ausgehen!

Unsere Entscheidung für den einen Neubau – wir bauen uns unsere Traumhaus

Wir haben es uns nicht leicht gemacht, aber letztendlich haben für uns  die Vorteile für einen Neubau eindeutig überwogen, so dass wir uns einstimmig dafür entschieden haben, ein Haus zu bauen! Spätestens als wir uns mit Ausstattungs-Details beschäftigt hatten und wir feststellten was für tolle Möglichkeiten es gibt, wussten wir: Wir machen uns das richtig schön und bauen unser Traumhaus – genau so wie es für uns eben am Schönsten ist!

Hier gehts zum ursprünglichen Artikel vom 1.4.2017:

https://vogelhausbautagebuch.com/2017/04/01/bauen-oder-kaufen/

Hausübergabe, Umzug und Fazit zum Thema Hausbau mit HELMA

Der aktuelle Stand im Vogelhaus:

Inzwischen wohnen wir schon über drei Monate in unserem neuen Vogelhaus. Die Zeit rast, aber wir haben auch schon sehr viel geschafft. Inzwischen hängen fast alle Lampen, und sogar einige Bilder haben schon Ihren Platz gefunden. In unseren Büros herrscht allerdings noch etwas Chaos. Wir können in ihnen arbeiten, aber es müssen noch etliche Kisten ausgepackt und alles hübsch verstaut werden. Die anderen Zimmer hatten jetzt erstmal Vorrang und wir sind wirklich froh, dass in allen anderen Zimmer alles aufgebaut, verstaut und angebracht ist. Keine Umzugskartons, keine Taschen – da fühlt man sich doch gleich viel wohler.

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Der Garten – Unkraut und Absturzsicherung:

Tjah, der Garten. Jahreszeitenbedingt liegt der Garten, wie zu erwarten war, noch brach. Als der Garten „fertig“ war und ich alles bepflanzt hatte, hatten wir ja noch wunderschönes und warmes Wetter draussen. Entsprechend haben sich nicht nur die Pflanzen, sondern auch das Unkraut sehr wohl gefühlt. Einiges habe ich zwar schon entfernt, bei Frost geht das allerdings nur bedingt und wenn es nicht friert, wächst es schnell nach. Sobald es draussen wieder schöner ist, werden wir das Unkraut entfernen und anschließend gleich eine dicke Schicht Mulch aufbringen. Dann sollte das Thema Unkraut erstmal „gegessen“ sein.

haus und terasse kopie

Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass das Unkraut uns derzeit wirklich gute Dienste leistet, es bewahrt unsere Hänge nämlich vor dem Abrutschen. Ich hatte ja gleich nach der Fertigstellung des Gartens durch unseren GaLaBauer so viel wie möglich bepflanzt, um die Hänge vor dem Abrutschen zu sichern. Das hat auch gut geklappt. An den Stellen wo ich aber bereits Unkraut entfernt habe, bzw. an der größeren Fläche, die noch freigeblieben ist, weil wir dort die große 3,80 m Hangrutsche anbringen wollen, sieht man, dass uns der Hang regelrecht aufbricht, sobald er nicht mehr dicht bewachsen ist. Auf dem nachfolgenden Bild sind die Risse im Hang sehr gut zu erkennen. Durch den vielen Regen ist unsere Erde teilweise so aufgeweicht, dass man einsackt oder wegrutscht. Es hilft also alles nichts: wir müssen das unliebsame Unkraut noch ein paar Wochen ertragen. Aber eines ist sicher: sobald das Wetter langfristig wieder besser ist, gehts dem Unkraut an den Kragen!!

unkraut und hang zum nutzbeet kopie

Ein größeres Problem stellt derzeit noch der Abhang vom Rasen zur Straße dar. Denn die gepflanzten Bäume sind natürlich noch klein und kahl und bieten keinen Absturzschutz. Vor allem unser Microvögelchen rennt da immer so voller Eifer hin. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis sie da mal runterrutscht und sich verletzt. Der Abhang ist 1,5 m lang und auf einer ca. 1 m hohen Mauer aufgebaut. Das Risiko ist zu groß, da besteht also noch Handlungsbedarf. Der aktuelle Plan ist die derzeit gesetzte Rasenkante um ca. 40 cm in den Rasen rein zu verschieben und dahinter eine kleine Hecke aus Thujen zu pflanzen, die wir dann auf ca. 1m gestutzt halten möchten.

rasenkante und hang zur straße kopie

Aktuell haben wir in unserer Grundstücksrandbepflanzung alle drei Meter eine Thuja. Das gefällt uns aber doch nicht so gut, wie wir gedacht haben. Wir werden die Thujen dort rausnehmen und mit in die Hecke pflanzen. Die Obstbüsche werden dann alle an den seitlichen Rand des Rasens gepflanzt und der Abhang zur Straße wird nur noch blühende Bäume und Büsche bekommen. Ich denke an Flieder, Magnolie, Forsythie, Winterkirsche. Einiges davon habe ich ja auch bereits gepflanzt.

Von unserer Terrasse ausgehend haben wir ein kleines Hangbeet zum Rasen und das große Hangbeet mit Bodendeckern zu unserem Nutzgarten. Der Abhang ist ca. 3,80 m lang und prädestiniert für eine Hangrutsche. Diese ist bereits vorhanden, aber noch nicht angebracht. Dies ist der Hang mit den vielen Rissen.

Der Umzug

Zum Glück liegt er hinter uns und zum Glück wohnen wir nun im Eigenheim. Ich denke nicht gerne daran zurück. Es hat zwar alles gut geklappt, war aber auch furchtbar anstrengend. Pünktlich zum Umzugstag hatte ich eine Kehlkopfentzündung, die meine Stimme komplett verschwinden lassen hat. Hervorragendes Timing.

Doch nun zum eigentlichen Umzug. Wir hatten eine Spedition mit dem Umzug beauftragt. Wir haben also morgens unsere Kinder in den Kindergarten gebracht und kurz darauf war die Spedition auch schon da. Ein großer LKW und ein großer Anhänger wurden bis zum Mittag vollgeladen. Anschließend fuhren wir alle gemeinsam in den neuen Wohnort und dort wurde bis abends um 20 Uhr alles wieder ausgepackt. In Summe waren es also 12 Stunden. Heftig!

Zum Glück haben Oma und Opa Vogel die Kinder vom Kindergarten abgeholt und zum neuen Haus gebracht und beschäftigt, bis wir wieder einigermaßen handlungsfähig waren.

Es folgte ein Riesenchaos, das die kommenden Tage erstmal nach und nach beseitigt werden musste.

Gerade für Kinder ist so ein Umzug ja auch immer eine strapazierende Sache, dazu der damit verbundene Kindergartenwechsel. Inzwischen sind der Minivogel und das Microvögelchen aber gut im neuen Haus und auch im neuen Kindergarten angekommen.

esszimmer kopie

Die Schlußabnahme

Ich hatte ja zuletzt von der Vorabnahme und dem Blower Door Test berichtet. Nur wenige Tage danach fand auch schon die Schlußabnahme statt. Das lief vollkommen problemlos. Die meisten Mängel waren zu dem Zeitpunkt bereits behoben. Es gab nur noch ein paar Kleinigkeiten, die dann im Anschluß noch behoben wurden.

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Unser Fazit zum Thema Hausbau mit HELMA:

Sehr zufrieden! Wirklich! Können wir nicht anders sagen. Über die gesamte Bauzeit gesehen, gab es sicher einige Kleinigkeiten und Problemchen, die aber schnell geregelt werden konnten. Aus meiner Sicht kann ein Hausbau nicht vollkommen ohne Zwischenfälle ablaufen, dafür ist das Projekt einfach zu groß. Wenn man einen gehäkelten Schal oder gestrickte Strümpfe sieht, denkt man sofort an HANDARBEIT. Oft ist das auch zu erkennen. Aber wer denkt bei einem großen Haus schon an Handarbeit. Aber in Wirklichkeit ist es doch genau das. Viele, viele Menschen, die stundenlang mit ihren eigenen Händen mauern, putzen, tapezieren, malern, die Elektrik oder die sanitären Anlagen einbauen. Es ist ein Wahnsinnsprojekt und das kann nur klappen, wenn alles gut koordiniert und organisiert ist. Das ist sicherlich vor allem Sache der Baufirma. Bei vielen Dingen war aber auch unsere Mithilfe entscheidend, denn Gewerke, die man in Eigenleistung erbracht hat, mussten ja exakt eingeplant werden. Ich kann nur sagen: die Kommunikation mit HELMA und vor allem mit unserem Bauleiter war immer super. Wenn wir uns wieder entscheiden müssten: Wir würden wieder mit HELMA bauen!

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Neues Jahr – neuer Look

Noch ist der Januar nicht zu Ende und daher erlaube ich mir euch allen noch ein frohes neues Jahr zu wünschen. Ein Jahreswechsel ist auch immer gut um neue Ziele und neue Vorhaben anzugehen und natürlich umzusetzen. In meinem letzten Post habe ich bereits angekündigt, dass das Vogelhausbautagebuch weiterhin existieren soll…

Inzwischen erstrahlt das Vogelhausbautagebuch in neuem Glanz. Es hat ein neues Design bekommen und vor allem Zuwachs: Ein Bauherren-Lexikon. Wir konnten in unseren nunmehr fast 2 Jahren als Bauherren viele Erfahrungen und sehr viel Expertise sammeln. Auch beruflich bin ich beim Thema Immobilien und Bauen „zu Hause“. In Form des Bauherren-Lexikons möchte ich mein Fachwissen gerne an euch weitergeben. Eure Rückmeldungen und viele Anfragen haben mir gezeigt, dass der Bedarf durchaus da ist.

Auch der BauBlog wird ab und an aktualisiert werden. Ich freue mich schon sehr auf viele Kommentare, Diskussionen, Anfragen und bin auch stets offen für Themenwünsche.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein spannendes neues Jahr 2019!

Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches (Bau-) Jahr 2019

Mittlerweile wohnen wir schon über zwei Monate in unserem neuen Haus. Der Endspurt war sehr, sehr stressig und wir mussten alle erstmal wieder zur Ruhe kommen. Wir sind überglücklich mit und in unserem neuen Haus und genießen es jeden Tag!

Das erste Weihnachten im eigenen Haus ist schon etwas ganz besonderes und wir freuen uns sehr!!!

Wir haben uns die letzten Wochen die Zeit genommen anzukommen und zu uns zu kommen und deswegen auch noch keine neuen Artikel gepostet.

Es wird im neuen Jahr noch weitere Artikel zur Hausübergabe etc geben. Da wir mit unserem Blog sehr erfolgreich sind und viele Anfragen erhalten, soll er auch nach erfolgreicher Fertigstellung weiterhin existieren. In welcher Form das langfristig der Fall sein wird, ist noch nicht ganz klar. Vorschläge und Wünsche sind herzlich willkommen.

Wir wünschen allen unseren Lesern, Freunden und allen, die bei unserem Hausbau mitgefiebert haben, von Herzen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Bis zum nächsten Jahr mit neuen Artikeln und einer Fortsetzung!

Eure vier Vögel

Tag 5/5 der Erschließungs- und Erdarbeiten / Feinabsteckung

Am Freitag war bereits der Fünfte und letzte Tag von 5 geplanten Tagen für die Erschließungs- und Erdarbeiten. An diesem Tag war auch der Vermesser nochmal vor Ort und hat die Feinabsteckung vorgenommen.

Die Feinabsteckung war notwendig um die genauen Punkte für die Errichtung der Bodenplatte festzulegen. Maßgeblich sind hierfür die genaue Höhe und die Außenkanten des geplanten Gebäudes.

Die Erdarbeiten sind nun fertiggestellt und alles ist vorbereitet um mit der Herstellung der Bodenplatte zu beginnen. Nun kann man sich schon besser vorstellen, wie unser Grundstück nach Fertigstellung aussehen wird und wir konnten bereits den schönen Ausblick genießen, den wir später von unserer Terrasse aus haben werden.

Hier sind einige Fotos von den Arbeiten und dem fertiggestellte Ergebnis:

Diese Woche werden Baustrom und Bauwasser gelegt und dann geht es nach Ostern weiter:

3.4.2018 Frostschürze

6.4.2018 Bodenplatte

Es ist einfach so schön, dass es jetzt richtig losgeht und man sich jetzt mit kleinen Schritten seinem großen Ziel nähert!!!

Tag 1/5 der Erschließungs- und Tiefbauarbeiten / Die Panik um die Flächendränage / 1,5 m mehr Höhenunterschied

Gestern war es nun endlich so weit. Tag 1 der 5 geplanten Tage für die Erschließungs- und Tiefbauarbeiten.

Nachdem die letzten Tage noch mal bei uns und unserem Bauleiter, nach einem erneuten Blick in den Bebauungsplan, die Frage nach der Notwendigkeit einer Flächendränage aufgekommen war und bei allen zu Hektik und Panik geführt hatte, konnte unser Bauleiter Herr Schmidt diese Frage gestern glücklicherweise dahin gehend klären, dass wir keine extra Flächendränage benötigen. Die geplante Kiesschicht unter unserem Haus wird so dick und aufwendig sein, dass sie quasi wie eine Flächendränage fungiert und das Haus damit genügend absichert, damit es nicht wegrutschen kann.

Schon am frühen Morgen begannen die Arbeiten auf unserem Grundstück. Zunächst wurden die Bäume mit dem Bagger umgeknickt und das gesamte Grünzeug entfernt.

Gegen Mittag bekamen wir dann allerdings einen Anruf von unserem Bauleiter Herrn Schmidt, dass es Probleme mit den bisher geplanten Höhen gibt sowie Differenzen zu den vom Vermesser dokumentierten Höhenunterschieden. Daraufhin machten wir uns gleich auf den Weg zu unserem Grundstück um uns ein Bild von den Gegebenheiten machen zu können.

Beim Ausheben der Erde wurde festgestellt, dass der Höhenunterschied des Geländes stellenweise bis zu 1 m größer ist als bisher angenommen. Sowohl oben wo de Garageneinfahrt hergestellt werden soll, als auch unten zur Straße hin. Auch die Höhe, auf der unser Haus geplant war, kann dadurch nicht eingehalten werden, denn das würde dazu führen, dass das Haus deutlich unter Straßenniveau liegen würde und somit wäre ein Befahren von der Straße zur Garageneinfahrt nicht mehr ohne Weiteres möglich. Das Haus muss also ca 35 cm höher gegründet werden. Dadurch muss auch deutlich mehr ausgekoffert werden als gedacht, wir benötigen mehr Erde zum Befüllen, größere Stützmauern und eine neue Genehmigung vom Bauamt. Natürlich führt das Ganze auch zu höheren Kosten und das, obwohl wir das Baugrundgutachten schon vor Beginn der ganzen Planungen durchführen ließen, um genau diese bösen Überraschungen zu vermeiden. Leider mussten wir jetzt lernen, dass das leider trotzdem passieren kann. Warum und wann letztendlich diese fehlerhaften Annahmen passiert sind, lässt sich nicht abschließend nachvollziehen, es ist aber anzunehmen, dass das an der schwierigen Beschaffenheit des Geländes liegt. Diese war extrem hügelig und sehr schwer vom Höhenniveau einzuschätzen. Außerdem ist die Hanglage an dieser Stelle besonders extrem.

Wie hoch die zusätzlichen Kosten ausfallen werden, werden wir vermutlich erst mit der Rechnung erfahren. Wir hoffen, dass es sich einigermaßen im Rahmen hält – wir werden auf jeden Fall berichten.

Ansonsten war es natürlich superschön zu sehen, wie es jetzt vorangeht. Unser Grundstück sieht ohne das Gestrüpp gleich viel größer aus und man kann sich noch besser vorstellen, wie es später aussehen wird.

Morgen geht es dann weiter mit den Erdarbeiten und mit der Verlegung der Rohre.

 

Bauen oder kaufen? 

Banner Werbung_neuEin Eigenheim – das war schon immer unser Traum und unser festes Ziel! Die Entscheidung zu bauen hingegen haben wir uns wirklich nicht leicht gemacht! Warum nicht? Wir sind beide sehr sicherheitsorientierte Menschen und wissen einfach gerne womit wir es zu tun haben, sowohl finanziell als auch organisatorisch! Ein Neubau birgt natürlich ein gewisses finanzielles Risiko und frisst selbstverständlich viel Zeit! Eine Bestandsimmobilie hingegen kostet einen Festpreis und ist im besten Fall sofort beziehbar! Es sei denn man muss sanieren oder renovieren – da wären wir dann allerdings wieder bei den Risiken des Neubaus!

Sicherlich gibt es für beide Varianten einen Haufen Vor- und Nachteile!

Wir haben vor unserer Entscheidung zu bauen eine Pro- und Contraliste aufgestellt, die ich euch natürlich nicht vorenthalten moechte:
Pro Bestandsimmobilie:

  • Man weiß optisch genau was man bekommt und kann sich das Gazs vorher angucken.
  • Kosten sind besser kalkulierbar, es sei denn man muss noch vieles sanieren/renovieren.
  • Die Außenanlagen sind bereits angelegt und sofort nutzbar.
  • Der Einzugstermin ist sofort planbar
  • Die Immobilie ist u.U. sofort verfügbar.

Contra Bestandsimmobilie:

  • Man weiß zwar optisch was man bekommt, kann aber nicht mitentscheiden.
  • Was sich hinter dem Mauerwerk verbirgt (Dämmung, Elektrik, Schallschutz) ist nicht sichtbar und nicht zu beeinflussen. Ein Gutachter kann sicher einiges aufdecken, aber sicherlich nicht jedes Manko
  • Veränderungen sind möglich, aber nur in dem Rahmen, den die Bestandsimmobilie hergibt.

Pro Neubau:

  • Man kann von Anfang an alles selber entscheiden.
  • Der Grundriss kann exakt so geplant werden, wie man ihn für seine Möbel und sein Wohlbefinden am besten braucht.
  • Das Haus bekommt eine ganz persönliche Note und trägt ausschließlich die Handschrift der Bauherren! Der Individualität sind keine Grenzen gesetzt.
  • Bei Einzug ist alles neu und es dauert in der Regel 5-10 Jahre bis wieder Geld ins Haus gesteckt werden muss!
  • Wenn man in einem Neubaugebiet baut muss sich die Nachbarschaft erst gegenseitig kennenlernen! Alle sitzen im gleichen Boot und haben ein Interesse daran sich gegenseitig kennenzulernen!
  • Häufig wohnen in Neubaugebieten viele Familien mit Kindern

Contra Neubau:

  • Die Planung kann nur fiktiv erfolgen. Man benötigt viel Vorstellungsvermögen bei der Planung
  • Planung, Grundriss etc. erfordern viel viel Zeitaufwand, ganz zu schweigen vom Bau an sich.
  • Bis man ins neue Haus ziehen kann dauert es von der Planung bis zum Einzug viele Monate! In der Regel muss man von 8-12 Monaten ausgehen!

Für uns haben die Vorteile für einen Neubau eindeutig überwogen, so dass wir uns einstimmig dafür entschieden haben! Spätestens als wir uns mit Ausstattungs-Details beschäftigt hatten und wir feststellten was für tolle Möglichkeiten es gibt, wussten wir: Wir machen uns das richtig schön – genau so wie es für uns eben am schönsten ist!

4.2.2019 – Update nach dem Einzug:

Inzwischen wohnen wir bereits seit über 3 Monaten in unserem Traumhaus und haben unsere Entscheidung nicht bereut. Hier gehts zum Update dieses Artikels:

https://wordpress.com/post/vogelhausbautagebuch.com/708